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 Die Whooping Cranes von Wisconsin 
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

SÜDWINDE HALTEN KRANICHE UND FLUGZEUG AM BODEN


DATE: Oct. 18, 2012 – Eintrag 1..............MIGRATIONS-TAG 21 / BODENTAG 6
HEUTIGE FLUGSTRECKE: 0 miles...........GESAMT: 175 miles
LOCATION: LaSalle Co, IL.....................REPORTER: Liz Condie

Angebunden durch den Regen und durch den Wind in Rock 'n Roll versetzt , muss unser Lager heute Morgen erst einaml ein wenig trocknen. Regen, gefolgt von einer stetigen Nährung von Wind aus dem Süden, verhindern weiterhin die Fortschritte der 2012-Migration. Wir werde weiterhin, für den sechsten Tag in Folge, an unserem zweiten Zwischenstopp in Illinois festgehalten, das Team ist mehr als besorgt ob sich der Wind dreht und umschwingt um aus einer positiveren Richtung zu kommen, so dass wir uns wieder auf den Weg machen können.

Der frühere Start der 2012 Migration (28. September Abfahrt) hat uns nicht geholfen, und ich frage mich, wie lange die diesjährige Reise dauern wird. Die kürzeste Migration war im Jahr 2001 nach 48 Tagen beendet, und die längste im Jahr 2007 dauerte 97 Tage (mit Ausnahme der verkürzten Migration in Alabama in 2011).

2005 war das erste Jahr, dass die Migration in zwei Segmente 'geteilt' wurde, als wir - bei unserer Ankunft im Marion County, FL am 13. Dezember - gebeten wurden, am Boden zu bleiben und zu warten, bis die Erwachsenen Kraniche das Gebiet des Chassahowitzka National Wildlife Refugium passiert haben. Die Klasse 2005 wurde im Halpata Tastanaki Park im Stall gehalten, bis zu dem Zeitpunkt, bis wir Bescheid bakamen, alles sei in Ordnung, und die Piloten sie "auf den Brustwarzen" nach Florida zurück führen, so dass die Migrations-Saison am 12. Januar abgeschlossen wurde.

Der Aufenthalt in Halpata Tasktanaki und das Warten auf die weißen Vögel wurde 2006 und 2010 wiederholt, wo wir am 19. bzw. 15. Dezember ankamen.
Die OM-Piloten kehrten im neuen Jahr zurück und die Migrationen der Jahres '06 und 10 waren am 12. bzw. 15. Januar beendet.

Während der Migrationen 2007, 2008, 2009 und 2011 gab es eine Pause für alle, und ein 'Kranich-Versorgungs-Team' bot der Migrations-Crew die Gelegenheit, nach Hause zu reisen, um die Feiertage mit ihren Familien zu verbringen.

Hoffentlich wird der September-Start der diesjährigen Migration - die früheste überhaupt, und der verringerte Distanz, die zurückzulegen ist - 1101 Luft-Meilen (zum St. Marks National Wildlife Refugium) im Gegensatz zu den 1285 Luft-Meilen (zum Chassahowitzka National Wildlife Refugium) dazu beitragen, dass es ein der kürzerer wird, und uns mit etwas Glück sind wir zurück, bevor die Vor-Weihnachtszeit zu Ende ist.

Aber zuerst müssen wir den Klauen des Südwinden hier in Illinois entkommen!

Bild

Da kann man dem Team doch nur alles Gute wünschen, dass sie die Migration 2012 so
schnell wie geplant, und vor allem ohne Schaden an Mensch, Tier und Maschinen beenden!

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- Mahatma Gandhi -


18. Okt 2012, 17:09
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin
Ich schließe mich Deinen Wünschen an.
Möge alles gut gelingen.


19. Okt 2012, 17:50
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Beitrag Re: Whooping Cranes, die seltenen Schreikraniche

Auch hier hab ich noch ein paar Bilder nachzureichen. Sie sind vom Vormittag,
als es Frühstück für die Vögel gab, denn auch heute gab es wieder keinen Flug.

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19. Okt 2012, 19:38
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

Ein weiterer Rekord ist fällig

DATUM: Oktober 19, 2012 - MIGRATIONS-TAG 22 / BODENTAG 7
Eintrag 1
LAGE: LaSalle Co, IL - - - - - REPORTER: Liz Condie

Es ist schon eine Woche her, dass wir in LaSalle County angekommen sind, und damit ist dies die längste Zeit, die wir jemals an einem Zwischenstopp zubringen mussten. Der bisherige Rekord - die wir lieber nicht gebrochen hätten - entstand im Jahr 2004, als wir hier sechs Tage auf günstige Winde / Wette warteten.

Milemaker CHALLENGE!

Babs aus Washington machte einen Aufruf, dass sich jeder "Craniac" mit 5 Meilen im MileMaker (Spendenaufruf um die Flugdistanz zu finanzieren) beteiligen solle.
Sie können helfen, indem Sie ihre Herausforderung annehmen, und 1/4 oder 1/2 oder eine vollständige Meile (oder natürlich alle 5 Meilen - *lächel*) sponsern.
Sie würde munter alle Patenschaften auf 5 Meilen ausgleichen.

Mit Babs' Worten: " Lasst uns aufbrechen, bringen wir die sechs Küken nach Florida!"
Klicken Sie hier, um Babs' herausforderung anzunehmen!

Bild


Man kann hoffen

DATUM: Oktober 19, 2012 - - - - MIGRATIONSTAG 22 / BODENTAG 7
Eintrag 2
FLUGDISTANZ HEUTE: 0 Meilen - Insgesamt: 175 Meilen
LAGE: LaSalle Co, IL - - - - - - - - REPORTER: Brooke Pennypacker


Wie diejenigen von Ihnen, die Migration kennen und verfolgen, wissen, ist der führende Pilot eines jedes Migrationsabschnittes verantwortlich, eine Aktualisierung des Flugberichts zu schreiben und Liz bis 04.00 Uhr zur Veröffentlichung auf der Webseite vorzulegen. ... Oder ist es 5 Uhr?

Ich bin es, der den nächsten Flugabschnitt leiten soll, aber ich bin kürzlich zu der Erkenntnis gekommen, dass bis eines Tage günstiges Wetter kommen wird, ich möglicherweise schon zu alt zum fliegen sein werde, geschweige denn mehr als ein paar zusammenhängende Sätze zu konstruieren.

Das hat überhaupt nichts mit der Tatsache zu tun, dass ich meine Pilotenlizenz anstatt von der AARP von der FAA erhalten müsste, (was immer das auch bedeutet) oder dass der Flughafenmanager darauf besteht, dass ich mein Trike auf einem Behinderten-Parkplatz am Flughafen abstelle ungeachtet meiner Proteste, ich habe immer noch das "Zeug" dazu, ich kann mich nur nicht erinnern, wo ich es abgelegt habe.

Als Geoff und ich gestern zum Gehege gingen, um die Gitter für die Abend zu überprüfen, war es, wie Yogi zu sagen pflegte: "immer wieder ein Deja Vu" und als wir uns den Stall näherte, da war er, Gevatter Zeit, ([size=120]Ein alter Mann mit Sense und Sanduhr, vergleichbar mit unserem Sensenmann! [/size]) und er saß da, fett, dumm und glücklich oben in einem Hochsitz. "Du schon wieder?", fragte er "Sie haben es erraten, was soll ich sagen?" antwortete ich. "Was für alberne Kostüme, Bucko, meinst Du nicht?"

Es hört nie auf, mich zu überraschen, wie wenn jemand zu Euch sagt, man könne seinen Geist dazu bringen, über alle möglichen Dinge nachzudenken und bald merkte ich, dass es das elfte Jahr war, dass ich auf diesem Weg zum Vogel-Gehege gehe.

Als Geoff das Gehege betrat um mit der Arbeit zu beginnen, lehnte ich mit dem Rücken gegen den Stalltrailer und blickte hinunter zur Start-und Landebahn die sich vor meinem inneren Auge bald zu einer abgedunkelten Bühne umgewandelte, auf der all die vergangenen Dramen durchgespielt wurden.
Wie die Zeit, bevor die Hangar errichtet wurde als wir unsere Flügel auf der Startbahn flach anbinden mussten um sie bestmöglich vom plötzlichen starken Winden schützen zu könnten. Eines Abends, als wir in einen der Anhänger zum Abendessen gingen, ließen wir unseren Praktikanten, Mark Nipper, am Wohnmobil um Wache zu stehen.

Plötzlich gab es einen Windstoss, dann kam ein Hilferuf und wir kamen im strömenden Regen gerade noch rechtzeitig, um Mark mit ausgestreckten Gliedern an einer der Tragflächenenden hägen zu sehen, als der Wind drehte und das Tauwerk abriss und sie in ein bockendes Wildpferd verwandelte. Wir eilten Mark zur Hilfe wie eine Bande von Rodeo Clowns, die versuchen, einen Cowboy in Not zu retten, und bevor Sie "Acht Sekunden" schreien könnte, hatten wir den Flügel, die wieder gesichert und einen völlig durchnässt und von Schüttelfrost geplagten Mark zurück in das Wohnmobil geholt.
Keine Rodeocowboy hätte je mehr je eine silberne Gürtelschnalle verdient als Mark hat in dieser Nacht, denn er hat die Flügel... und die Migration gerettet. Mark heiratete später Angie, eines unserer großartigen Praktikantinnen und ich bin überzeugt, dass sie glücklich und zufrieden leben.

Dann gab es die Zeit, als wir die Vögel für eine kleine Übung aus dem Stall ließen, laut Protokoll waren wir zu der Zeit drei Tage nicht geflogen. Wir hatten das im Laufe der Jahre viele Male so getan und nie sind die Küken nicht wieder zum Stall zurück gekehrt nach ihren kleinen Trainingseinheit.
Niemals, das ist es, bis zu diesem einen bestimmten Tag! Zuerst ging alles wie erwartet. Sie gingen hoch, kreisten ein paar Mal, dann landeten ein paar von ihnen. Die anderen umkreisen oben weiter das Feld. Dann flogen sie, als ob sie eine unsichtbare Stimme dazu aufgefordert hätte, in den Horizont bis sie weg waren.
Unsere Mannschaft war zu der Zeit knapp bemessen aber jeder wurde sofort aktiv. Walt, unser Gastgeber in seinem Flugzeug, Richard in seinem Trike, Sharon aus Patuxent und einen verrückten weißhaarigen Fahrer in einem Begleitfahrzeug ... alle nahmen die Verfolgung auf, während Bev und den Rest der Mannschaft bis zur nächsten Station fuhren, um dort den Stall aufzubauen, wo unser Gastgeber für den nächsten Halt ihn in den frühen Morgenstunden über schlammige Straßen und Wasserrinnen hinweg mit seinem Traktor eingerichtet hatte, für den Fall, dass wir an diesem Tag fliegen könnten.

Die Einzelheiten dieses Abenteuer würden mehr Wörter benötigen, als dieser -möglicherweise eines Tages - leitende-Pilot Zeit hat, aber bis zum Ende des Tages waren die Vögel sicher in ihren Stall an der nächsten Haltestelle und ich blieb mit einem Gefühl von Stolz, über mein großes Glück, Teil einer solch großartigen Crew zu sein.

Natürlich gibt es weitere tolle Erinnerungen aus den Tagen bevor es Handys und Laptops und Facebook und Webcams gab, als die Migration genau so war, wie sie es heute ist ... nur anders. Die Gesichter all der wunderbaren Menschen, haben es gemacht, und werden sich weiterhin alles möglich einfallen lassen um es fortzusetzen, und man kann sich nur wundern, was wir über diese vielen Jahre für ein Glück hatten.

Das war ja wieder mal so eine nette Geschichte, am Anfang mutete sie fast
ein wenig wehmütig an, dann wurde sie aber humorvoll, als er von seinen
Erlebnissen erzählt, aber ich denke, aber zum Schluss hört man heraus,
was es für letztendlich ein tolles Erlebnis und eine befriedigende Erfahrung
sein muss, den Vögeln über so viele Jahre hinweg, ihren ersten Weg in den
Süden zeigen zu können. Ich habe so viel Respekt vor dieser Arbeit,
die am Ende mit Sicherheit mit einem enormen Glücksgefühl belohnt wird!

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21. Okt 2012, 03:07
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

Heute hätte es fast geklappt, mit dem Weiterflug,
aber eben nur fast! Lest selbst, was dazwischen kam:



OPTIMISMUS IST STANDARDHALTUNG !

DATUM: Oct. 20, 2012 – Eintrag 1 - - - MIGRATIONSTAG 23 / BODENTAG 8
FLUGSTRECKE: 0 miles - - - - - - - - - - - GESAMTSTRECKE: 175 miles
LAGE: LaSalle County, IL - - - - - - - - - REPORTER: Liz Condie

Unser Optimismus für ein Flug löste sich heute schneller auf, als der Nebel, der uns bedeckt, denn das war nur weiter bergab so, wo wir sahen und fühlten, dass der Wind aus west-nordwestlicher Richtung durch Wind direkt aus dem Westen ersetzt wurde.

Die ganze Crew ging rund um den Hangar, als wir wartete und wartete. Zunächst war da noch ein Widerstreben, die Hoffnung auf einen Flug loslassen zu müssen, dann kam das 'vielleicht klappt es ja doch noch' bevor die Resignation einsetzte, und wir uns letztendlich damit abfanden, dass es einen weiteren Bodentag geben würde.

Richard unterhalten die Zuschauer für ein paar Minuten an der KranichKamera, während der Rest von uns im Hangar stand, Witze machten und sich gegenseitig mit Einzeiler aufzuheitern versuchte und mit einem Lächeln oder Lachen unsere Enttäuschung zu überspielen versuchte.

Kommt später nochmal hier vorbei, um Neuigkeiten über die Schreikraniche zu erfahren und einen von Colleen Chase verfasst Eintrag.

LOUISIANA SCHREIKRANICH NEWS

DATUM: Oktober 20, 2012 - - - - Eintrag 2
MIGRATIONSTAG 23 - - - - - - - - - BODENTAG TAG 8
FLUGDISTANZ HEUTE: 0 Meilen - GESAMT: 175 Meilen
LAGE: LaSalle County, IL - - - - - REPORTER: Liz Condie

Über einen Newsletter, den wir am Donnerstag, 18. Oktober von den "Freunde der Louisiana-Schreikraniche" empfangen haben, haben wir die neuesten Statistiken über die nicht-migrierenden Louisiana Schreikraniche erhalten.

Von den 26 Kranichen, die in Louisiana wieder eingeführt wurden - zehn im Jahr 2010 und sechzehn im Jahr 2011 - haben vierzehn überlebt. Der Freunde-Newsletter berichtet, dass die beiden überlebenden Kraniche von 2010 weiterhin allein sind, aber dass eine Gruppe von sieben überlebenden 2011er Jungvögel weiterhin zusammen reisen.

Die Höhe des Louisiana-Schwarms wird sich etwa Ende November verdoppeln, wenn die sechs männlichen und acht weiblichen Kranichee, die derzeit am Patuxent Wildlife Research Center in Maryland ausgewildert werden, zur Auswilderungsstelle am White Lake gebracht werden.


DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS von von Colleen Chase

Ich habe die Ehre, mit der Kranich-Cam zu arbeiten, seitdem sie im Juli 2009 online ging. Es war eine Freude, den Kranichen beim Wachsen zuzusehen, wie aus Zimt-Küken innerhalb einer Jahreszeit große, schöne ausgewachsene Jungkraniche wurden! Die Neuankömmlinge zu unterrichten und zu sehen, wie neugierig sie auf die Kraniche und die Feuchtgebiete waren, war ein Höhepunkt in meinem Leben.
Ich fühle mich als hätte ich einen Samen keimen lassen und gepflanzt, denn jede Person, die auf die Kraniche achten, erzählt es jemand anderem! Viele Arten werden davon profitieren, wenn wir die Feuchtgebiete schützen!

Ich habe Leute getroffen, die für immer meine Freunde im Kranich-Chat sind. Leute, die ich on-line getroffen und kennen gelernt habe, kümmern sich um die gleichen Dinge wie ich es tue, sie lachen, wenn ich lache, und manchmal haben wir auch Tränen zusammen vergossen.

Wenn die Migration gestartet wird, beobachten wir alle, wie die Kraniche fliegen, als wären wir mit den Piloten zusammen im Trike! Es ist ein überwältigendes Erlebnis, manchmal beängstigend, manchmal lustig. Manchmal sah ich durch meine Finger "Ich kann nicht hinsehen ... aber ich muss zuschauen", während ich nervös auf meinem Stuhl rumrutschte.

Dieses Jahr bin ich mit in der Crew um auf neue Weise zu helfen. (Wie gesagt, ich fühle mich geehrt!) Ich wusste, dass ich meine Freunde in der 'Chattery' vermissen würde, das ist keine Überraschung. Aber was ich nicht erwartet hätte, wie sehr ich die Kranich-Cam vermissen würde, jetzt, wo ich selbst ein Teil der Boden-Crew bin.

Diese letzte Etappe nach LaSalle County war wirklich stressig für mich! Der Wind kam auf, kurz nachdem die Kraniche und der Flieger abgehoben waren. Wir rissen den Zaun ab, zog ihn aufs Feld, Wasserschalen und Futternäpfe ausgewaschen, den Stall-Hänger ans Fahrzeug angekoppelt, und als ich gerade beginnen wollte, ihn zu ziehen, bekam ich ein Problem mit dem Rücklicht.

Bis dahin dachte ich noch, die Jungs und Kraniche wäre noch auf dem Boden. Ich habe zu Heather getextet, die mir dann sagte, sie wären schon 40 Meilen weit raus. Ach Du meine Güte! Zu diesem Zeitpunkt waren sie schon etwa zwei Stunden in der Luft gewesen! Als ich dann zum nächste Haltepunkt fuhr, wunderte ich mich über die lange Flugzeit, und so bat ich mein Mann, einen neue Craniac, mir eine Nachricht zu schicken, wenn sie sicher auf dem Boden waren!

Ich vermisse es, nicht jeden Tag Internet zu haben, aber an den Flugtagen vermisse ich das Hilfsmittel, womit ich allein durchs Zuschauen weiß, was gerade passiert. Das macht die Cam so außerordentlich wertvoll!
Es ist anders, hier auf der "anderen Seite des Zauns' lernt man neue Mittel zu verwenden und die alten zu vermissen!

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21. Okt 2012, 04:00
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

ES FÜHRT SCHNELL INS LEERE !

DATUM: Oktober 21, 2012 - - - - Eintrag 1
MIGRATIONSTAG 24 - - - - - - - - - BODENTAG 9
FLUGDISTANZ HEUTE: 0 Meilen - GESAMT: 175 Meilen
LAGE: LaSalle County, IL - - - - - REPORTER: Liz Condie

Eine schöner, klare und knackiger Migrations-Morgen wird nur durch den Südwind getrübt. Frustrierend!

OM KOMMT DER VERKAUF VON BÜCHERN ZUGUTE

Im Jahr 2010 erhielten wir eine E-Mail von Kathleen Kaska, einer Lehrerin, Schriftstellerin und Förderer der Operation Migration.
Kathleen schrieb uns, um uns wissen zu lassen, dass sie einen Vertrag mit dem Universitätsverlag von Florida abgeschlossen habe, ein Buch über Robert Porter Allen, dem Ornithologen, der maßgeblich an der Entdeckung des Schreikranich-Brutgebiets im Wood Buffalo National Park im Jahr 1955 beteiligt war, und dass das letzte Kapitel ihres Buches die Geschichte der OM erzählen würde.

Kathleen's Buch "The Man Who Saved the Whooping Crane: The Robert Porter Allen Story” ("Der Mann, der die Schreikraniche rettete - Die Robert Porter Allen Story") ist nun erschienen. Das Buch ist beschrieben als "... rechtzeitig, und wird die Herzen eines jeden erfassen, der Artenschutz schätzt und wahre Abenteuergeschichten genießt."
Die Geschichte von Robert Porter Allen wird als "Indiana Jones trifft John James Audubon" beschrieben."

"Ein Teil der Lizenzgebühren aus dem Verkauf des Buches wird der Operation Migration und dem Wissenschaftszentrum Tavernier gespendet werden.


Wow, das ist doch wohl mal eine tolle Sache!
Da kann man nur die Daumen drücken, dass das Buch bald in den Bestseller-Listen steht!

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21. Okt 2012, 22:10
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

KEIN WEG, TROTZ 'GUTEM WILLEN'

DATUM: Oktober 22, 2012 - - - - Eintrag 1
MIGRATIONSTAG 25 - - - - - - - - - BODENTAG 10
FLUGDISTANZ HEUTE: 0 Meilen - Gesamt: 175 Meilen
LAGE: LaSalle County, IL - - - - - REPORTER: Liz Condie

"Wo ein Wille ist ist auch ein Weg." Außer, wenn es Südwind gibt, dann gilt dieses alte Sprichwort leider nicht, weil der Himmel weiß, dass wir den "Wille" haben!

Regen rieselte über Nacht, aber der Morgen kam mit klarem Himmel voll funkelnder Sterne. Als das Morgengrauen kam, war völlige Ruhe, die sich allmählich in eine warme Brise wandelte. Warm ist das Schlüsselwort, das seine Richtung vorausgesagt.


ST. MARKS NATIONAL WILDLIFE REFUGE 24. jährliche Monarchfalter-Festival

Das jährlichen im St. Marks NWR Monarch-Festival steht am 27. Oktober vor der Tür des Refugiums! Markieren Sie dies in Ihrem Kalender und nehmen Sie an, was einen guten Tag verspricht.

Besuchen Sie die Ausstellung, sehen Sie bei der Schmetterling-Bestimmung zu und die Monarchen auf die Wildblumen am Leuchtturm. Genießen Sie einen Hot Dog oder Bradleys Würstchen zum Mittagessen und gehen dann zum Einkaufen für T-shirts, Bücher, Tassen, Schmuck oder Spielzeug in den Natur-Store im Besucherzentrum.

Wie in der Vergangenheit wird diese Veranstaltung mit dem Wunder erfüllt sein, dass Leuten jeden Alters ihre eigene "Migration" aufzeichnen, Schmetterling basteln, mit Monarchfalter-Forschern und anderen Ausstellern sprechen, und von Landschaftsbauern lernen, damit sie alle den Bestäuber helfen können.

Es wird einen Fotostand geben, Touren und vieles mehr, und alle Programme sind kostenlos wenn man den Eintritt gezahlt hat.
Wenn Sie in fahrbarer Entfernung sind, verpassen diesen Spaß nicht!

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23. Okt 2012, 01:45
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

DEJA VU UND MEHR DEJA VU .....

DATUM: Oktober 23, 2012 - - - - - - Eintrag 1
MIGRATIONSTAG 26 - - - - - - - - - - - BODENTAG 11
FLUGDISTANZ HEUTE: 0 Meilen - - - GESAMT: 175 Meilen
LAGE: LaSalle County, IL - - - - - - - REPORTER: Liz Condie

Es ist wie mit ein immer wiederkehrenden, böser Traum. Heute verbringen wir den 11. Tag am Boden in LaSalle County. Es war nicht nur Regen, Gewitter, Südwind, oder Nebel, jeden Tag war es eine Kombination aus einigen oder allen dieser Faktoren. Heute ist einer dieser Tage, an dem wir alles davon haben!


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25. Okt 2012, 01:24
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin
Deine Info ist ja weniger schön.
Sie haben in diesem Jahr wohl besonderes Pech mit ihrer Mission.
Wünsche ihnen, dass sich alles zum Guten wendet.


25. Okt 2012, 10:50
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

Ja leider, es scheint mir auch fast so, als hätte sich das Wetter gegen sie
verschworen.Man kann nur hoffen, dass es sich so bald wie möglich ändert,
sonst sind sie im Februar noch unterwegs!

Aber ich muss anscheinend mit meinen Berichten in Verzug geraten sein,
gestern haben ich den Eintrag vom 23. geschrieben, heute hab ich zwei.

Alles brennt darauf, aufzubrechen

DATUM: Oktober 24, 2012 - - - - - - Eintrag 1
MIGRATIONSTAG 27 - - - - - - - - - - - BODENTAG 12
FLUGDISTANZ HEUTE: 0 Meilen - - - GESAMT: 175 Meilen
LAGE: LaSalle County, IL - - - - - - - REPORTER: Liz Condie

Wurde auch ein ungewöhnlich warmer sommerähnlicher Tag versprochen, ist es kein Trost für uns, da wir nun schon seit nahezu zwei Wochen an einem Ort festsitzen. Ich denke, dass jetzt jeder mit seinen eigenen persönlichen Aufgaben beschäftigt ist -alles von Wäsche bis zur Kommunikation mit Freunden und Familie wird alles aufgeholt. Jeder für sich brennt darauf aufzubrechen!

UNTERWEGS OHNE TOUR-BUS von Julia Anthony

Einige von Ihnen haben es möglicherweise nicht bewusst, aber ich habe seit über dreißig Jahren in und rund um die Entertainment-Industrie gearbeitet. In meinem letzten Job war ich Bühnenarbeiter in einem Casino. Unsere Hauptaufgabe lag darin, musikalische Acts zu laden, die dort ein-und durchgeführt.

Wenn Sie ausgehen, um ein Konzert zu sehen, sehen Sie Talent einer Band umgeben von Lichtern, Effekten und Sounds. Was Sie nicht sehen, wie viel Personal gebraucht wird, die Roadies, lokale Mannschaft, Managern, Fahrer, Platzanweiser, Sicherheitsleute usw., bis der Darsteller auf der Bühne steht und welche Anstrengung aufgebracht wird, die Show zum nächsten Auftritt zu bringen.

Eine Show auf der Straße besteht aus vielen Individuen, alle mit einem bestimmten Auftrag. Jede Person ist weitgehend verantwortlich für eine einzelne Aufgabe. Gelegentlich können sie aufgefordert werden, für jemand anderen zu unterstützen, aber insgesamt ist ihre Aufgabe, ihre spezifische Sache, schnell, fachgerecht und sicher zu erledigen.

Einer dieser unerwähnten Jobs ist der des Tour-Busfahrers. Es ist seine Aufgabe, die Besatzung und den Star sicher zu transportieren, den Bus sauber zu halten und zu warten, und dann während des Tages schlafen. Er wird nicht wieder benötigt werden, bis die Show vorbei ist und die Lastwagen geladen sind. Dann packt er die erschöpfte Crew und den Star in den Bus und während sie schlafen, fährt er sie zum nächsten Ort.

Die Operation Migration ist momentan auch auf Tour, aber das ist es auch, wo die Ähnlichkeit endet. Die einzige konstante Sache, die wir haben, ist unsere Migrationsroute. Alles andere ist offen. Im Gegensatz zu einer Road-Show, wo die meisten Menschen einen Auftrag haben,ist es bei der OM, als ob jeder mehrere Outfits trägt und sie ändern sich täglich. Ich erwartete, dass sich Joe, Richard und Brooke um die Vögel kümmern, die Trikes fliegen und Menschen treffen und zu unterrichten, aber ich war erstaunt zu sehen, dass sie Bremsen und Öl an einem der Wohnmobile wechselten, Propan und Wasser-Tanks füllen, Kochen, Abendessen und unzählige andere Aufgaben erledigen.

Einer der größten Unterschiede ist es, dass am Ende eines Flugtages, nachdem die Vögel geflogen und sind und im Stall untergebracht sind und wieder zur Ruhe kommen, müssen wir noch alle Fahrzeuge bis zur nächsten Position bringen, sie einrichten, essen und schlafen. Es gibt keinen Tour-Bus oder Busfahrer, der uns zu Bett bringt. Für alles müssen wir alle selber sorgen.

Meine Freunde aus der Branche wären amüsiert zu wissen, dass ich letztendlich auf Tour gegangen bin, aber entsetzt, dass wir ohne Tour-Bus unterwegs sind!

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25. Okt 2012, 16:10
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