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 Die Whooping Cranes von Wisconsin 
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

11. Oktober 2012, MIGRATIONS-TAG 14 = Boden-Tag 4 in Winnebago County, IL

Höhenwinde im Bereich von 40 bis 60 Stundenmeilen, Windrichtung daher irrelevant.
Die Migration 2012 wird um einen vierten Tag an unserem
ersten Zwischenstopp-Ort in Illinois hinaus gezogen werden.

Bild

Soweit die knappe Information, die heute im Field Report veröffentlicht wurde.
Im späteren Verlauf des Tages wurde eine ebenso knappe Prognose gestellt:

11. Oktober 2012 - Eintrag 2 Winnebago Co, IL - Nicht gerade eine Voraussage:

Die letzte Überprüfung der Wetter-Seiten zeigt morgen früh eine Voraussage für NNO
Wind auf der Oberfläche bei ~ 8 bis 10 mph , und ~ 10 bis 15 auch NNO in der Höhe.
Richard meint, es sei nicht gerade ideal für den Flug bis zum nächsten Zwischenstopp,
aber vielleicht machbar, wenn es nicht zu stürmisch ist.

Wenn die Piloten der Ansicht sind, dass es einen Versuch lohnt, werden sie
nach Sonnenaufgang ein Test-Trike starten und entscheiden, wenn sie oben sind.
Dieser Beitrag bedeutet für Euch AUGEN AUF, vielleicht brechen wir wieder auf!

Wer also dabei sein will, wenn die Drachen - und ganz besonders die Vögel -morgen starten,
sollte sich dann unbedingt etwa ab der Mittagszeit vor den Bildschirm setzen!

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12. Okt 2012, 03:57
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin
Na, dann wollen wir doch hoffen, dass es klappt mit dem Flug.
Ich kann morgen leider um diese Zeit nicht am PC sitzen.
Mafazi vielleicht Du?? - das wäre sehr schön! :yes:


12. Okt 2012, 17:55
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

Klar, ich teile mir meinen Tag so ein, wie ich ihn brauche bzw. haben will.
Und ich habe auch heute wieder davor gesessen und den Flug zum nächsten Etappenziel,
LaSalle County in Illinois, zu verfolgt.
Hier der heutige Eintrag des Migrations-Tagebuchs:


October 12, 2012 - Eintrag 1, MIGRATIONS-TAG 15 - LaSalle Co, IL:

Nach einem etwas holprigen und langsamen Flug landeten die Kraniche und Flugzeuge sicher in in LaSalle County.
Die Bodencrew ist unterwegs hier her und gegen Nachmittag wird der Hauptteil unserer heutigen Arbeit erledigt sein, und wir werden wieder vereint sein.

Im Laufe des Nachmittags werden in einem weiteren Eintrag die Informationen über die Westzügler erscheinen und Richards Haupt-Pilotenreport wird gegen 16 - 17 h gepostet werden.



Gegen Abend erschien dann der angekündigte zweite Bericht mit den Infos
über die Kraniche, die den Westweg Richtung Süden eingeschlagen haben.

12. October 2012 Eintrag 2 - LaSalle Co, IL
Update - Westrouten Migration:


Die WCEP-Trackerin Eva Szyszkoski stellte in ihrem letzen Bericht der ICF fest,
dass die Bestand der Kraniche unverändert bei 104 Exemplaren geblieben ist. Dieser setzt sich zusammen aus 52 männlichen und 51 weiblichen Tieren sowie einem weiteren Tier mit unbestimmtem Geschlecht.
Einschließlich der beiden überlebenden, 2012 wild-geschlüpften Küken, schätzte sie die Verteilung der Schreikraniche am Ende des Berichtszeitraums wie folgt:
97 in Wisconsin; 2 in Michigan; 1 kurzfristig noch nicht erfasst, und 4 langfristig vermisste (Was immer auch darunter zu verstehen ist) .

Fünf DAR Jungtiere (Direct Autumn Release = direkt im Herbst freigelassene) wurden am 4. Oktober im Horicon National Wildlife Refuge in Dodge County mit dauerhaften farbigen Beinbänder beringt und Sender ausgerüstet. Sie werden später in diesem Monat in die Freiheit entlassen.


Bild
Das Photo von Eva zeigt das wild geschlüpfte Küken 12.1, das am 10. Oktober
eingefangen und beringt wurde, unmittelbar nach dem Beringen.



Und hier dann auch endlich Teil drei des Field Repords, der Eintrag des Piloten


2. Oktober 2012 - Eintrag 3, MIGRATIONS-TAG 15 - LaSalle County, IL
Richard van Heuvelen - leitender Pilot


Es war ein dunkler und ruhiger Morgen, nicht ein Geschöpf würde sich Rühren ... nicht einmal Brooke! Als ich um's Lager schlich um nach meinen Kollegen zu sehen, war alles merklich ruhig, viel ruhiger als erwartet. Schließlich war es ein Flugtag!

Es dauerte nicht lange bis das Lager zum Leben erwachte. Die Crew-Mitglieder huschten hin und her, bei ihren Vorbereitung für den heutigen Flug. Dann schien es eine Ewigkeit zu dauern, bis die Sonne aufging. Aber wie an jeden Tag, tat es irgendwann, und so waren wir bald in der Luft. Die Bedingungen schienen ideal: 36 Meilen pro Stunde Fluggeschwindigkeit und 1 Stunde 20 Minuten bis zum nächsten Haltepunkt.

Als das Trike startete, kamen 5 Vögel an die Seite der Tragfläche, der letzte Vogel wandte sich ab. Ich drehte um, um ihn abzuholen, und mit einigem Widerstreben kam er dazu und übernahm die Führungsposition an meinem rechten Flügel.
Kurz danach schlossen sich zwei weitere Küken ihm an. Mit drei Vögeln je Flügel begann ich einen langsamen Aufstieg auf Kurs. Beim Überfliegen des Abstell- und Sichtbereichs waren wir östlich von Kurs aber es war notwendig, auf Westkurs außerhalb des Rockford Luftraums zu bleiben.

Von jetzt an waren alle Vögel am linken Flügel versammelt und sie schien den Flug auf 2300 Fuß Höhe nun zu genießen. Dann wurde der Wind etwas rau und unsere Fluggeschwindigkeit verringerte sich auf rund 22 Meilen pro Stunde. Und nach 50 Minuten Flugzeit war die ETA (?) noch 1 Stunde und 50 Minuten entfernt.

Flaches Ackerland in farblosem braunen Patchwork ging schließlich und endlich über in Windparks, die scheinbar endlos im Südwesten weiter gehen. Die Vögel wurden nervös, da wir über den Windparks zu flogen. Sie versuchten, oberhalb der Tragflächen zu bleiben, gelegentlich wechselten sie von einem Flügel zum anderen, dann ließen sie sich hinunten gleiten und mussten wieder überredet werden am Flügel zu bleiben.
Als Ergebnis fingen wir an, an Höhe zu verlieren und die Luft wurde rauer.

Das Sonnenlicht spiegelte sich auf dem Hangardach aber noch lag unser nächster Stopp 12 Meilen entfernt und es dauerte noch etwa 35 Minuten Flugzeit. Als wir weiter stiegen, wurden die Bedingungen immer rauer und es war schwierig, die Flügel stabil zu halten. Um zu vermeiden, einen der Vogel zu berühren, war es notwendig, vor ihnen zu bleiben, aber das erwies sich als sehr schwierig. Das Gestänge verzweifelt umklammernd, während das Trike in der Luft umher trudelte, flog ich weiter.

Die Vögel - nun oberhalb des Trikes - waren es leid, so nah an diesem fliegenden Apparat unter ihnen zu sein. Es gefiel mir gut, wie wir gegen die Turbulenzen ankämpften und ich versuchte, den Hangar hinter uns zu lassen, so dass wir gleich am Gehege landen konnten. Nach einer Aktion, die länger zu dauern schien, als die vier Tage unseres letzten Bodenstopps, landeten wir letztendlich.

Bild

Oh Mann, das klang ja nun nicht gerade nach einem Spazierflug!
Dass es so schwierig und anstrengend war, konnte man als Zuschauer
wirklich nicht erkennen. Hoffentlich wird es das nächste mal wieder einfacher!

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12. Okt 2012, 18:49
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

Heute gab es keinen Flug, im Chat stand lediglich die Nachricht:
"Storms and strong winds. Down day" :kk:
Selbst die Kamera, mit der man normalerweise die Vögel sieht,
ist heute offline. Ob abgeschaltet, oder vom Wind zerstört,
kann ich nicht sagen, ich hoffe, sie läuft morgen wieder.
Stattdessen sieht man aber eine Slideshow mit wunderschönen
Aufnahmen der Kraniche, von der Aufzucht bis zum Flug.
Ich kann jedem empfehlen, sich diese Bilder anzusehen!
Doch hier nun der heutige Tagebucheintrag:

13. Oktober 2012 - BODENTAG - LaSalle County, IL

Starke Winde aus einer ungünstigen Richtung und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, mit Regen kombiniert zu werden, verhindern, dass die Migration heute fortgesetzt wird.

Nochmals vielen Dank an die Whooping Crane Conservation Association (WCCA) für die neuesten Nachrichten über die Bedenken der Bevölkerung hinsichtlich der Wood Buffalo / Aransas Population. "Die Bürger wollen genaue und rechtzeitige Information über die Schreikraniche."

Die Gemeinschaft bekundet den klaren Wunsch nach genauen und zeitnahen Schreikranich-Informationen von Ron Outen, dem Regional Director für Öffentlichkeitsarbeit des Aransas Projects, vom Aransas National Wildlife Refuge in seinem Fulton Informationen über Veränderungen des Standorts und der Verbreitung der gefährdeten Schreiraniche während der Überwintern im Refugium zu liefern.

Das 4. Oktobertreffen folgte der Veröffentlichung eines Berichts der USFWS (?) vom 3. Oktober, dass unter dem Titel "Aransas-Wood Buffalo Whooping Crane Abundance Survey (2011-2012)." erschienen ist, dicht auf den Fersen. Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der WCCA-Webseite.

Bild

Nun, ich denke, der größte Teil der Infos war für uns "Nur-Zuschauer"
dann doch etwas schwer zu verstehen und eher verworren und unwichtig.
Dennoch - sollte sich jemand ausgiebiger informieren wollen, alle Links sind eingefügt!

Ein weiteres, eindringliches und wirklich wichtiges Statement
wurde gegen Abend von Joe Duff abgegeben:


13. Oktober 2012 - Eintrag 2 - Joe Duff, LaSalle County, IL
Die Dinge ändern sich


Ein Experte wird als jemand definiert, der viel über eine bestimmte Fachrichtung kennt, und obwohl wir viel Wissen über die Migration der Schreikraniche angehäuft haben, wäre es vermessen, diesen Begriff zu uns anzuwenden. Wir haben zwölf Generationen dieser Vögel migrieren gelehrt, aber wir werden kaum an der Oberfläche kratzen, was lernen könnten.

Wir haben uns auch in sozialen Medien vertieft, um die Erhaltung der Schreikraniche zu fördern, aber auch das ist ein Thema, worüber wir relativ wenig wissen. Wir haben eine Website, die täglich aktualisiert wird und ein Live-Streaming-Kamera, die den Zuschauern einen Einblick in den Prozess liefert, und während es wächst, ist unser Publikum immer noch im Vergleich klein.

Das einzige, was wir wissen, ist, dass die öffentlichen Medien die Art, wie Menschen das Internet nutzen, verändern. Es gibt Tausende von Bücher und Artikel darüber, wie öffentliche Medien nutzen, aber niemand kann bestimmen, was das Interesse der Welt der Internet-Nutzer gewinnen kann, die ein Online-Video-Clip mit Millionen von Treffern in einer einzigen Woche überschwemmen. Für einige gemeinnützige Organisationen kann virale Ausbreitung den alles entscheidenden Unterschied machen, aber es ist wie die Wahl der richtigen Lottozahlen.

Wir wissen, dass die Geräte, die Menschen nutzen, um auf soziale Medien zuzugreifen, sich geändert haben. Bekanntermaßen benutzen Mobile 2.0 Kunden Smartphones und dieser Sektor des Marktes wächst schneller, als jeder andere Sektor der Technologie. Am Weihnachtstag allein wurden 6,8 Millionen Smartphones aktiviert (Wall Street Journal 2012). Unsere Website hat nicht Schritt gehalten und Besucher müssen auf eine große Menge von Daten herunterladen, um eine Verbindung herzustellen.

Um an Kapital zu gelangen, verbreiten wir unser Field-Journal auf einer Blog-Plattform, die die vergangene Einträge automatisch organisiert und archiviert und die es ermöglicht, aktuelle News von sozialen Netzwerken leichter miteinander zu verbinden.
Wir haben auch eine Foto-Galerie hinzugefügt, damit Sie alle Bilder jeder Jahreszeit in einer einfach Speicherstelle sehen können.

Unsere Hoffnung ist, dass wir unser Publikum erweitern können und eine schnellere Erreichbarkeit zu nutzen, um zu erreichen, dass die Botschaft der Erhaltung unter mehr Menschen verbreiten werden kann. Also sehen Sie in den nächsten Tagen eine Veränderung in unserem Field-Journal. Veränderung sind für die meisten immer schwierig, einschließlich für mich, aber wir hoffen, Sie tolerieren diese Änderung und finden es schneller erreichbar, einfacher zu navigieren und einfacher, mit Menschen, von denen Sie denken, es könnte ihnen gefallen, zu teilen. Je mehr geteilt wird und je mehr Interesse wir wecken können desto besser können wir die Menschen über die Notlage der Schreikraniche und andere Wildtiere lehren.


Also Leute, nun lasst Euch nicht lumpen, Ihr habt gehört, worum es geht!
redet mit anderen darüber, postet es auf Facebook oder in anderen Foren.
Helft der Operation Migration, die Situation dieser schönen und seltenen
Vögel zu verbessern!

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13. Okt 2012, 17:13
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin
Danke für Deinen ausführlichen Bericht.
Es ist wirklich eine wunderbare Arbeit, die diese Menschen
mit den Schreikranichen verrichten.
Die Cam ist zwar offline, aber es werden schöne Aufnahmen gezeigt
von der Arbeit usw.
Warum haben wir über die Schreikraniche eigentlich 2 Threads?
Ich habe gestern den anderen (vom 12.10.) geöffnet und diesen hier übersehen.
Müssen zwei Threads sein - oder ist es ein Versehen??


14. Okt 2012, 11:12
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

Danke, dass Du einen Blick darauf geworfen hast, Kolibri, es bedeutet mir viel.
Nein, es ist kein Versehen, dass es zwei Threads gibt.
In dem einen - bei den Webcams - versuche ich ab und an zu beschreiben,
was man in der Cam sieht, Bilder vom Flug oder von den Vögeln im Gehege.

Hier, bei den Geschichten, versuche ich die Hintergründe näher zu bringen,
über das Unternehmen, den Aufwand, und den großen Einsatz zu berichten.
Hier versuche ich . . . nun, sagen wir mal, Werbung für die Sache zu machen.
Wie Joe Duff in seinem Bericht erwähnte, die Unterstützung der Zuschauer fehlt!

Und nein, die Kamera ist nicht off, Du hast nur mitten in der Nacht geschaut.
Die letzen zwei Tage ist es wohl ziemlich stürmisch dort, vielleicht haben sie
die Kamera gar nicht erst aufgebaut, oder sie können nicht senden wegen des Winds.
Normalerweise sieht man tagsüber die Vögel, aber vielleicht ist diese Slideshow,
die jetzt während der Ruhezeit läuft, eine der, von Joe Duff erwähnten Neuerungen.

Bleibt einfach nur am Ball, verfolgt die Berichte und macht andere darauf aufmerksam,
ich denke, damit wäre allen schon wieder ein kleines Stück geholfen.

Heute gab es übrigens auch wieder keinen Flug, Wind und Regen hielten
Mensch und Tier in ihren Behausungen. Die Wettervorhersage prognostiziert
für den 15. wieder leichten NW-Wind, also günstige Voraussetzungen!

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14. Okt 2012, 15:40
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

Auch heute wieder ein weiterer Tag am Boden.


15. Oktober:
Nachdem wir gestern schon unten wegen einer Tornado-Warnung nur rumhockten, und nach Tagen mit Wind aus dem Süden haben wir endlich günstigen Nordwest Wind.
Aber... bei einer Geschwindigkeit von 10-15 mph auf der Oberfläche schiebt er uns in der Höhe auf 40 mph.
Das wäre, wie eine zweite Tafel Schokolade zu verschlingen, es ist ein Fall von zu viel des Guten.

Heute ist Boden-Tag 4 in LaSalle County.

Bild

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15. Okt 2012, 14:29
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

Auch heute, am 16. Oktober, gab es kein Vorankommen in Sachen Migration

Auch am 4. Tag muss die Migration 2012 auf den Boden von LaSalle County, Illinois stattfinden. Starke Winde aus dem Süden sind die Schuldigen.

WARUM SOLLTEN WIR RÜCKSICHTSVOLL SEIN?
Ein Artikel im Newsletter der Suzuki-Stiftung versucht die Frage warum wir Artenschutz betreiben sollten zu beantworten:

"Hunderte, wenn nicht Tausende von Pflanzen und Tieren neben dem Schreikranich, sind auf Feuchtgebiete für ihr Überleben angewiesen. Lebensraumverlust bedroht das Überleben der Schreikranich, bedroht sicherlich auch des Überleben anderer Spezies.

Neben der Tatsache, dass es möglich ist, dass Arten aufgrund unserer Aktivitäten aussterben, was ein ziemlich trauriger Indikator für unsere Fähigkeit, unsere Geschäfte zu führen ist, kann uns die Gesundheit der Tier-Population ziemlich gute Anhaltspunkte über das Befinden vieler unserer Ökosysteme Feuchtgebiet geben. Und wenn eine Art ausstirbt, werden Auswirkungen im gesamten Ökosystem folgen.

Es reicht nicht aus, einfach zu warten, bis eine Kreatur verschwunden ist, und dann alles daran zu setzen, um es zurück zu holen. Wenn wir einem Tier schaden, oder das Ökosystem, auf dem es basiert, beeinflussen wir alles, was mit ihm, einschließlich uns selbst verbunden ist. Welche Art von Tier sind wir, die unsere wirtschaftlichen und politischen Tagesordnungen vor das Überleben der anderen Art zu setzen?"


Bild

Ein sehr harter Brocken, wie ich finde, den man erst einmal verdauen muss!
Über diese Worte sollten alle genauer nachdenken, nicht nur in Bezug
auf die Schreiadler oder überhaupt, irgendeine bedrohte Spezies, sondern
ganz allgemein in jedem Moment und jeder Situation in unserem Alltagsleben.

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16. Okt 2012, 18:59
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin

17. Oktober 2012 - In den Wind

Diese Woche hielt uns der Wind in Illinois auf dem Boden, viel Wind! Am Sonntag gab es sogar eine Tornado-Warnung.
Geoff klopfte an die Tür des Anhängers und sagte, ich solle zum Hangar zu kommen. Dort beobachteten wir einige häßliche, schwarze Wolken vorüber fliegen, und die Windhose tanzte und drehte sich in Wind und Regen. Gegen zwei Uhr ließ das Wetter etwas nach, und Colleen und ich gingen zum Stall um nach den Vögeln zu sehen.

Wir kontrollierten die Kraniche und gaben ihnen Trauben. Sie zeigten keinerlei Probleme oder Stress. Wir füllten das Nassfutter in ihre Futterschalen und füllten wir die Wassertröge auf.

Gerade, als wir damit fertig waren, zupfte Colleen mich am Arm und deutete Richtung Westen. Eine weitere große, schwarze Wolke näherte sich. Im selben Moment setzen die Winde ein. Die Vögel begannen, in den Wind zu springen und ihre Flügel auszubreiten. Es sah aus wie ein lustiges Spiel! Aber die Wolke sah bedrohlich aus und so flüsterte ich zu Colleen, dass ich dachte, wir sollten drüben im Stall bleiben, bis alles vorüber ist.

Wir beide verließen die Küken voll Sorge, aber das war nicht nötig. Als der Wind stärker wurde, drehten alle sechs Küken ihre Köpfe in den Wind und wanderten vor den Stall. Sie standen dort alle beisammen, während der Wind an ihnen vorbei wirbelt. Colleen und ich waren viel schlechter dran. Wir hockten in dem Anhänger, als der knackte, stöhnte und bebte. Dummy Mommy, unser Kunststoff-Kranich, tanzte am Ende der Leine.

Als Wolken und Wind vorüber gezogen waren, machten Colleen und ich unsere Aufgaben fertig, überprüft die Elektro-Zäune und zog die Seile des Sichtschutzes nach. Wir gingen weg und ich war sehr beruhigt, die Vögel, so jung und unerfahren, sie auch sein mögen, instinktiv wussten, wie sie sich in einem Sturm zu verhalten haben:
Einfach zusammen drängen und das Gesicht in den Wind wenden!

Bild

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18. Okt 2012, 16:47
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Beitrag Re: Die Whooping Cranes von Wisconsin
Danke! wieder für Deinen ausführlichen Bericht.


18. Okt 2012, 17:36
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